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Punktspielbericht vom Spielwochenende 22./23.10.2011:
Trotz mühsamer Leistung am Samstag kehrten die Schwarzenbeker Regionalligaspieler mit vier Punkten vom langen Auswärts-Koppelwochenende in Sachsen-Anhalt und Berlin in die Europastadt zurück.
Am Samstag musste unsere 1. Herren beim Liga-Neuling SSV Landsberg antreten. Nach dem 1. Saisonspiel zu Hause gegen Langförden, das noch einiges Verbesserungspotential aufzeigte, war das Ziel, in Sachsen-Anhalt eine souveräne Leistung zu bieten und den Auswärtssieg sicher einzufahren. Eine frisch gewischte, moderne Halle sowie eine durch zahlreiche gleichzeitig stattfindende Punktspiele geschaffene angenehme Atmosphäre sollten die Krümelmonster bei ihrem Vorhaben unterstützen.
Nach den ersten beiden Eingangsdoppeln stand es 2:0 für uns und es ergab sich der Eindruck, dass es ein schnelles Match zu unseren Gunsten werden könnte. In der Folge zeigte sich jedoch, dass es weder schnell noch einfach werden sollte, die Punkte aus Langsberg zu entführen. Flo und Benji verloren ihr Doppel, wenn auch knapp, mit 1:3. Die Einzel begannen mit einer kleinen Überraschung, als Hardy 0:2 in Sätzen zurücklag, bevor er zurück ins Spiel fand und ausgleichen konnte. Im fünften Satz übernahm er die Führung und wir erwarteten nun einen sicheren Sieg. Doch sein Gegner, der litauische Kämpfer Udra, konnte aufholen und den Sieg einfahren – er erwischte ein nahezu perfektes Wochenende, an dem er in zwei Tagen fünf Einzel gewinnen konnte, die Spiele seines Vereins gegen Friedrichsort (am Samstag Abend) und Bargteheide (am Sonntag) mit eingerechnet.
In den nächsten Spielen konnten Freddy und Flo zwei sichere 3:0-Siege einfahren – das Gefühl eines sicheren Sieges kam zurück… Allerdings zeigte Ramos, einer der Spieler aus dem Amman-Clan, der keine Rückenprobleme oder Geschäftsverpflichtungen in Kolumbien hat, ein starkes Spiel gegen Sören. Im Anschluss endete von zwei nervenaufreibenden Matches im unteren Paarkreuz eines erfolgreich (Fredi) und eines erfolglos (Benji).
In den Spitzenbegegnungen im oberen Paarkreuz musste auch Freddy dem hart kämpfenden Udra gratulieren, während Hardy zwar keine gute spielerische Leistung zeigte, aber trotzdem den sechsten Spielgewinn für die Schwarzenbeker einfahren konnte. Leider endeten die darauffolgenden Begegnungen im mittleren Paarkreuz zwar knapp, aber für uns erfolglos. Damit stand es 6:7 aus unserer Sicht – gegen eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft. Doch diesmal kamen zwei Siege aus dem unteren Paarkreuz und das Abschlussdoppel von Freddy und Sören war eine sichere Angelegenheit, die damit Fredi zum Matchwinner machten (zwei gewonnene Einzel und ein Doppel). Abschließend betrachtet fühlte sich der knappe 9:7-Erfolg nicht wirklich wie ein Sieg an, da der Spielverlauf noch einige Schwächen offenbarte.
Der Sonntag begann mit einem reichlichen Frühstücksbuffet im Hotel in Berlin und wir waren gewillt bei den Reinickendorfer Füchsen, die die letzte Saison auf dem dritten Tabellenplatz beendeten und weiterhin mit zu den besten Teams der Liga gehören, eine bessere Leistung als Tags zuvor zu zeigen. Die Eingangsdoppel konnten diesem Ziel nicht gerecht werden (1:2), doch Hardy und Freddy brachten uns mit ihren ersten Einzeln die Führung. Dies war eine starke Leistung von Hardy, nachdem er gegen den „Schläger- und Klebeprofessor“ Strahl (Saisonheft Füchse Reinickendorf) 1:2 zurücklag und den dritten Satz mit 2:11 verloren hatte. Im Anschluss konnten wir die Führung halten, dank zwei knapper Siege von Sören (3:2 gegen Berger – cleveres Time-out bei 6:8 im fünften Satz gegen den „spirit & brain“ der Füchse) und Benji (3:2 gegen Le Trung, dem in Reinickendorf sehr vertraut wird, nach 4:8-Rückstand im fünften Satz). Der frühere Spieler der Europastädter Stephan „Köppi“ Köpp gewann ein knappes Match gegen Fredi, hatte aber direkt im Anschluss an das Spiel aufmunternde Ratschläge für das Schwarzenbeker Talent übrig.
Der nächste Auftritt des oberen Paarkreuzes der Krümelmonster war recht beeindruckend. „Während ich im zweiten Satz in der Verlängerung vier Satzbälle in Folge abwehren konnte, hatte ich das Gefühl, dass ich auch das Spiel gewinne, wenn ich diesen Satz gewinne“, sagte einer der Matchwinner, Freddy Lundquist, nach seinem Spiel gegen den Contra-Vertreter Strahl. Hardy zeigte eine zweitligareife Leistung, als er seinem Gegner Martin „Didi“ Dietrich nicht den Hauch einer Chance ließ. Der achte Spielgewinn der Schwarzenbeker wurde von Sören nach einem langen und starken Kampf gegen den „Best penholder player“ Hinz gewonnen. Die letzten beiden Spielgewinne für die Füchse wurden durch Flos Angstgegner Berger und Köppi gegen Benji (Köppi punktete damit doppelt gegen sein Ex-Team) eingefahren, bevor Fredi eine starke Vorstellung gegen „Mr. Zuverlässig“ Le Trung zeigte und den 9:6-Sieg der Schwarzenbeker perfekt machte.
Durch diese recht überzeugende Vorstellung gegen die starken Füchse kann das nächste Heimspiel gegen den bisher verlustfreien SV Bolzum (29.10., 15:15 Uhr, Sporthalle Nordost) zu Recht als Spitzenbegegnung in der Regionalliga Nord bezeichnet werden. Ein großer Dank geht an die mitgereisten Fans, die so anständig und rücksichtsvoll sind, dass kein getrenntes Spielerhotel nötig war, und an Coach und Busfahrer Immo, der sich auch zur Aufgabe gemacht hatte, darauf zu achten, dass das Team den eng gestrickten Reise-Zeitplan einhalten konnte.
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